Hier ist Helmuts Bericht von der Bringleistungsprüfung am 25. September 2011!

Angekommen im Suchenlokal hab ich die Startnummer 1 gezogen. Sehr pünktlich sind wir dann ins Revier gefahren. Überhaupt und insgesamt war die Prüfung toll organisiert!

Die erste Übung für alle war gleich mal das standtreiben. Für Amy absolut kein Problem, sie ist steady und sie ist auch ruhig so dass ich mir da absolut keine Sorgen machen musste. Volle punkte.

Die nächste Übung für uns war dann die „frei verloren Suche“ sehr dichter und sehr hoher Bewuchs, so dass der Hund vom weg, von dem er geschickt wurde, absolut nicht zu sehen war. Das erste stück, dass mir Amy gebraucht hat war der Fasan und danach den Hasen. Sie hat dafür 4 Minuten gebraucht und ich glaube nur ein Hund war noch schneller. Wieder volle Punkte.

Die nächste Übung war dann das Marking (eingeworfener Fasan) .

Sie hat sich erst vom echo des Schusses ganz kurz ablenken lassen aber dann doch noch den eingeworfenen Fasan markiert. Amy hat das Marking perfekt gearbeitet. Auch hier die vollen Punkte.

Wir sind dann zur nächsten Übung, einweisen auf 2 Stück (Ente und Fasan) . Bei dieser Übung hab ich dann doch gemerkt, wie „gierig“ sie auf das Arbeiten mit Wild ist. Sie war fast etwas übermotiviert und hat auf die Pfeife eher schlecht gehört, so dass ich auch meine Stimme einsetzen musste. Bei dieser Übung gab es zwar für die Ausarbeitung und den Arbeitswillen die vollen Punkte aber nicht für den Gehorsam.

Die nächste Aufgabe war dann, die Leinenführigkeit, die freifolge und das Ablegen mit außer Sicht gehen und 2 Schüssen. Ich wusste, dass Amy mir beim Ablegen nicht liegen bleiben würde, wusste aber auch, dass sie ihren Platz nicht verlassen wird. Das war dann auch so, sie ist aufgestanden, weil sie da mit Sicherheit besser sehen kann, was um sie vorgeht ;-) aber hat den ihr zugewiesenen Platz nicht verlassen. Also auch hier nicht die vollen Punkte.

Nächste Übung, stöbern in Schilf. Einen Abhang hinunter war in ca.15 Meter Entfernung bei zwei Birken die Ente ausgelegt. Ich hab ihr die Richtung vorgegeben, sie mit dem Kommando „voran such“ geschickt. Sie hat die Richtung angenommen, Wind von der Ente bekommen, sich kurz eingesucht, aufgenommen und gebracht. Volle Punkte in der Ausarbeitung, Lenkbarkeit und Arbeitsfreude.

Nach dieser Übung sind wir dann in den Gutshof gefahren zur Wasserübung. Das war meine Angstübung, weil ich weiß, dass Amy ab und an an Land, aus dem Wasser kommend, das Dummy oder die Ente ablegt und sich schüttelt.

Die Ente ist unter Abgabe eines Schusses in den Teich geworfen worden. Herrlich war es zuzuschauen, wie Amy das Wasser annimmt auf die Ente zuschwimmt, kurz bevor sie bei der Ente war fiel ein weiterer (Schrot) Schuss. Sie hat kurz geschaut, ob noch was fällt, die Ente gepackt und zu mir zurück geschwommen.

Da kam mir die „Blitzidee“ einfach zu versuchen ihr die Ente schneller abzunehmen als sie sie ablegen kann. Und genau das war der Fehler. Ich hab einen raschen Schritt auf sie zu gemacht die Hand runter und man hat förmlich gesehen, wie sie sich erschreckt und sie hat die Ente fallengelassen L ………..

Und damit war die Prüfung für uns bei dieser vorletzten Übung zu Ende!

 

Mein Fazit also zur ganzen Prüfung:

Amy ist ein so toller Hund, egal ob für Dummyprüfungen, Workingtests oder auch fürs jagdliche Arbeiten. Ich hab bei dieser Prüfung gesehen, wie passioniert sie sucht, mit einer riesen Freude und Ausdauer, sie will einfach zum Stück kommen und es bringen…

Diese Prüfung hat mir gezeigt, dass ich trotz allem bei ihr einfach mehr am gehorsam trainieren muss und dass ich bei der Abgabe am Wasser sicherer werden muss.