Tolles Saisonfinale im Ausseerland!

Vor der großartigen Kulisse der Alpen hat die Aussee Trophy 2011 am vergangenen Wochenende stattgefunden. Die Trophy wurde dieses Jahr nicht am Ödensee, sondern am Sommersbergsee ausgetragen. Das Gelände war großartig, die Aufgaben teilweise sehr  kniffelig aber den Klassen entsprechend angepasst.

Die Mitglieder unserer Hundeschule haben sich hervorragend präsentiert: In der Einstiegsklasse gabe es einen 15. Platz (64 P, sehr gut) für Joy und Babsi und einen 8. Platz (68 P, sehr gut) für Nui und Uschi. In der Novice wurde Hope und Nadja 18. (57 P, gut), Wolfgang hat mit Ashley mit 53 P bestanden und Helmut und Amy wurden 16 (61 P, gut). Froozen und Christian hatten nach drei tollen Übungen leider in der letzten Übung etwas Pech.

Helmut hat das Wochenende mit einer bestandenen Intermediate (58 P) gekrönt!

Wir gratulieren allen Startern und besonders unserem Trainer Helmut, bei dem wir uns auch für das tolle Training bedanken möchten!

Helmuts persönlicher Bericht!

„Meine“ Aussee Trophy 2011

 

Als ich gehört habe, dass der Workingtest „Aussee Trophy“ nicht mehr am Ödensee ist, war die Spannung sehr sehr groß, wie wohl das neue Revier am Sommerersee sein wird. Noch am Freitag bin ich rauf zum Sommerersee um zu schauen, wie es da aussieht. Die Enttäuschung war riesengroß, weil im Kopf einfach immer noch die Bilder vom Ödensee (und der Kohlrösslhütte) waren.

Am Samstag früh war ich dann schon um etwa 7:00 vor Ort obwohl ich erst am Nachmittag gestartet bin, aber ich wollte unbedingt einen Parkplatz, der den ganzen Tag im Schatten ist.

Ich hab mir dann am Vormittag die Übungen in der Klasse „E“ angesehen.

Nach dem Essen, das absolut nicht vergleichbar ist mit dem in der Kohlrösslhütte, bin ich dann mit Amy ind der Klasse „L“ gestartet.

Ich war in der dritten Gruppe und unsere erste Übung war die beim Wasser. es waren zwei SingleMarks zu arbeiten. Das Erste war schräg über einen kleinen Graben, danach ein kurzer walk up und dann eine Markierung ins Wasser hinter einem Schilfgürtel, so dass man weder die Fallstelle des Dummys, noch den Hund (wenn er durch das Schilf ist) gesehen hat. Amy hat perfekt gearbeitet, sie ist direkt durch das Schilf, hat das Dummy recht schnell gefunden und ist so schnell zu mir zurück, dass an ein Schütteln nicht zu denken war. Als sie aber ca.. 10 Meter vor mir war hörte sie deutlich einen Schuss von einer anderen Übung. Sie ist blitzartig stehengeblieben, hat sich umgedreht und geschaut, ob der Werfer noch ein Dummy ins Wasser wirft. Ich hab sie gepfiffen, sie hat sich zu mir gedreht, das Dummy fallen gelassen, sich geschüttelt, das Dummy wieder aufgenommen und es danach auch perfekt abgegeben. ich war im ersten Moment war ich doch etwas enttäuscht, aber der Richter hat gemeint, sie hat alles perfekt gearbeitet, so wie er es sehen wollte. Das Dummy ablegen und Schütteln war deshalb, weil die Konzentration weg war und für ihn in dem Fall nur ein klitzekleiner Fehler.

Unsere nächste Übung war dann die Station 4. Dort war ein single Mark in ziemlich schwierigem Bewuchs zu arbeiten. Es hat da Hunde gegeben, die sehr sehr lange brauchten um zu finden und auch gehandelt werden mussten. Auch ich habe Amy geholfen, weil die Distanz doch recht kurz war und Amy auf Grund ihrer Lauffreudigkeit, bei so kurzen Distanzen sie sehr gerne (weit) über das Ziel hinausschießt. Sie hat meine Hilfe (Suchenpfiff) auch gleich angenommen und sehr schnell gefunden. Auf dem Weg zu mir, hat sie auf einmal einen Bogen gemacht (ich erstaunt, weil sie das noch nie gemacht hat), ich hab sie gepfiffen, aber anstatt direkt zu mir zu kommen ist der bogen grösser geworden. Sie musste „Haufi“ machen obwohl sie das am Vormittag auch schon gemacht hat…………. Auch das hat sie beim Training oder in einem Bewerb noch nie gemacht ;-) Pippi macht sie ja auf Kommando, also werde ich das Haufi machen auf Kommando auch noch trainieren ;-)

Wir sind dann zu unserer dritten Übung zur Station 1 gegangen. Dort wieder ein singlMark. Die Hunde mussten im Wald in einer Schneise mit viel Totholz und auch Gestrüpp sehr sehr steil nach oben. Dort musste ich sie auch ein wenig handeln, so dass wir auch bei dieser Übung Punkte „liegen gelassen“ haben.

Unser vierte Übung war dann die Station 2 bei Oliver Kiraly und da gab es dann erst mal Stau so dass wir sicher eine gute Stunde warten mussten, bis wir drangekommen sind.

Da ist dann rechts ein Mark gefallen (ich hab es mir auch ganz genau gemerkt), danach ein kurzer walk up im Winkel von ca..90 und den Hund auf ein beschossenes Blind schicken. Amy hat brav gearbeitet und sehr schön auf die Pfeife gehört, so dass sie das „Blinde“ auch recht bald gefunden hat. Wir mussten uns dann nach rechts drehen und das Mark arbeiten. Doch durch den kurzen walk up und dem klein wenig anderen Winkel zum Mark hab ich mich nicht mehr genau erinnern können, wo das Dummy liegt. So war ich dann keine große Hilfe für Amy ……. Sie hat auch diese Aufgabe recht brav gemeistert und ich war mal wieder mächtig stolz auf diesen doch noch recht jungen Hund.

Dadurch, dass sie einfach so toll mit mir zusammenarbeitet hab ich beschlossen, am nächsten Tag in der nächst höheren prüfungsstufe in der Klasse „M“ zu starten.

Sonntag wieder vor sieben Uhr (ohne Frühstück) weggefahren um wieder einen Ganztagschattenparkplatz zu bekommen.

Wieder war ich mit Amy in der dritten Gruppe und hab somit wieder bei der Station 3 angefangen. Es war ein Mark und ein beschossenes Blind zu arbeiten. Die Distanz war doch relativ groß, ich schätze das Mark ca.. 80 Meter oder eher noch etwas weiter und das Blind ca.. 50 Meter. Erst war das Mark zu arbeiten danach das Blind. Beim Mark war das Dummy nur ein kurzes Stück zu sehen. Amy (und auch sehr viele andere Hunde) haben das Dummy bei der Markierung nicht gesehen, wohl aber den Schuss Markiert. Ich hab Amy auf das Mark geschickt, sie ist gut rausgegangen aber da war dann zu sehen, dass sie nicht Markiert hat, so dass ich sie handeln musste. Die Hunde mussten ein sehr großes Stück durch Schilf und waren auch nicht zu sehen, so dass auch das handeln eher schwierig war. Sie kam dann aber doch recht bald mit dem Dummy zurück nur hat das natürlich Punkte gekostet, wenn man bei einer Markierung handeln muss. Sie ist auch ihrem gewohnten Tempo auf das Blind rausgegangen und nach etwas handeln mit dem Dummy zurück gekommen.

Unser zweite Übung war Station 4 dort war ein single Mark zum Arbeiten, in einer „Gstettn“ der Bewuchs über kniehoch und hauptsächlich wilde Minze. Distanz etwa 30 Meter. Amy hat schön Markiert ist raus ganz kurz auf der Stelle gesucht und wieder zurück. Also ohne einen Pfiff, so die Richterin uns gelobt hat. Denn auch diese Übung schafften einige Hunde nicht so leicht wie Amy.

Nun zurückgehen zu Station 1, wo unsere dritte Übung war. Bei diese Übung mussten die Hunde wieder in dieser sehr sehr steilen Schneise im Wald, diesmal ca. 70 – 80 Meter rauf ein beschossenes Blind arbeiten. Dort oben lag ein Baum quer auf dem der Helfer gesessen hat. Die Hunde mussten entweder unter dem Baum durch oder drüber, weil ca. 2Meter dahinter das Dummy gelegen hat. Amy ist sehr schön die Strecke hoch und mit etwas pushen auch unter dem Baum durch. Sie hat das Dummy aber nicht gleich n die Nase bekommen so dass ich sie dann doch auf das Dummy einweisen musste.

So, danach noch zur letzten Station zu Oliver. Und hier war dann die Wartezeit etwa 2 stunden. L

Ein Schütze war auf der linken Seite, für uns nicht sichtbar im Wald. Der hat das Blind, das ein paar Meter vom Waldrand entfernt beschossen. Das Gelände war da ansteigend und das Dummy ist ca. 2 Meter vom Waldrand gelegen (Entfernung ca. 50Meter). Das Mark wurde in etwa 80 Meter Entfernung von rechts Richtung links in höheren bewuchs mit Schuss geworfen. Nach dem werfen ist der Werfer/Schütze auch in den Wald „verschwunden“.

Bei dieser Übung musste nicht nur ich sehr viel handeln, beim Mark genau so viel wie beim Blind. Beim Blind war ich der irrigen Annahme dass es weiter herunten liegt als es tatsächlich war so dass das das Amy auch noch sehr viel Energie gekostet hat. Beim Mark war das handeln wahrscheinlich deshalb notwendig, weil der Schütze auf einmal nimmer da war, die Hunde rausgelaufen sind und im Vertrauen, dass vielleicht dort, wo erst das Blind lag noch etwas liegen könnte. Und dann musste man die Hunde von dort weg zum Mark handeln. Ich da schon sehr stark gemerkt, dass Amy einfach schon „leer“ im Kopf war. Sie ist zwar immer noch „fullspeed“ gelaufen aber sie konnte sich kaum noch konzentrieren und hat auch auf die pfeife nicht mehr so brav reagiert, wie ich es von ihr gewohnt bin. Ich bin sehr sehr stolz auf diesen tollen doch noch recht jungen Hund und es macht irrsinnige Freude mit ihr zu arbeiten.

Im letzten Jahr bin ich mit Amy das erste Mal bei einem Workingtest am Ödensee vormittags in der Klasse „E“ gestartet, am Nachmittag in der Klasse „L“ und auch dieses Jahr in zwei Klassen bei einem Bewerb. Hach wie bin ich stolz auf diesen Hund der nur einen Fehler hat, nämlich den, dass es nicht mein Hund ist………….

Schon heute freu ich mich auf die Aussee Trophy im nächsten Jahr auch wenn sie nimmer am Ödensee ist. Die Gegend dort, das Gelände, die vorzüglichen Knödel, die netten Leute, diese so gut organisierte Veranstaltung……….